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Das Produkt hunderttausender Jahre Arbeit

Von den etwas mehr als hundert deutschen Milliardären ist Karl Albrecht von Aldi-Süd mit 17 Milliarden Euro Privatvermögen der Reichste. „Wir LINKEN fordern 10 Euro Mindestlohn“, erklärte heute der Bonner Spitzenkandidat der LINKEN im Straßenwahlkampf, „und da stelle ich die Frage: Wie lange müsste ein Beschäftigter mit diesem Mindestlohn eigentlich arbeiten, um das Vermögen von Karl Albrecht zu erwirtschaften?“

„Bei dem sich ergebenden Brutto-Jahreslohn von 20.160 Euro“, fuhr der wirtschaftspolitische Sprecher der ehemaligen Fraktion der LINKEN im Landtag von NRW fort, „müsste ein solcher Beschäftigter genau 843.254 Jahre arbeiten, um das Vermögen von Karl Albrecht zu verdienen.  Dieser Beschäftigte dürfte allerdings in dieser Zeit keinen Euro für seine Bedürfnisse ausgeben. In Wirklichkeit arbeiten viele Beschäftigte für Stundenlöhne weit unter 10 Euro. Die müssten also noch viel länger arbeiten.“

Michael Aggelidis erinnerte in diesem Zusammenhang an die steuerpolitischen Forderungen der LINKEN: „Dieses Beispiel verdeutlicht die groteske Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft. Die Handvoll der Superreichen und Reichen eignen sich das Produkt der Arbeit vieler Millionen Menschen an. Auch deshalb muss Schluss sein mit den Steuergeschenken an die Profiteure: Millionärsteuer jetzt, Anhebung des Spitzensteuersatzes und Besteuerung aller Spekulationsgeschäfte!“