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Desertec hat nichts mit ökologischem Umsteuern zu tun!

Gigantomanische Großprojekte wie Offshorewindanlagen oder gar Desertec, die zentralistische Strukturen erfordern, dienen den Energieologopolisten RWE, E.ON und Konsorten dazu, ihre Extraprofite zu verteidigen. Dezentrale Energieproduktion und -versorgung kann viel besser demokratisch kontrolliert, den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer angepasst und ökologisch verantwortlich organisiert werden.

Desertec, das Projekt, in der nordafrikanischen Wüste Solarstrom zu produzieren und damit Europa zu versorgen, hat nichts mit dem so dringend erforderlichen sozialökologischen Umbau der Industriegesellschaft zu tun. Vor allem hat es auch nichts mit Klimagerechtigkeit zu tun.

Das ist vielmehr nur eine weitere Form der neokolonialen Ausbeutung von Ressourcen der arm und abhängig gehaltenen Länder.
Stattdessen wären die Industrieländer in der Pflicht, den Drittweltländern Entschädigung für 500 Jahre Kolonialismus zu zahlen und den Aufbau einer ökologisch verantwortlichen Infrastruktur und Energieversorgung zu finanzieren, die der Bevölkerung dieser Länder zu Gute kommt.

 

Michael Aggelidis ist wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der Fraktion der LINKEN im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Mit ihm sprach am 25. Januar 2012 im Landtag in Düsseldorf Peter Schüren, Geschäftsführer der Bildungsgemeinschaft SALZ e.V. für den Arbeitskreis für Ökologie und Sozialismus. (www.bildungsgemeinschaft-SALZ.de)