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Telekom-Warnstreik: Ihr seid es wert!

Zum Arbeitskampf bei der Telekom erklären die beiden Bonner DirektkandidatInnen zur Landtagswahl Gitti Götz und Michael Aggelidis:  

Die Lohnforderung von 6,5% ist mehr als gerechtfertigt. Die Telekom-Gewinne und die hohe Dividende für die Aktionäre sind einzig und allein das Verdienst der Beschäftigten.

Ohnehin sind die Beschäftigten der T-Deutschland GmbH und Servicegesellschaften durch die Privatisierung und Umorganisationen der letzten Jahre hart gebeutelt. DIE LINKE betrachtet die Privatisierung, Deregulierung und Liberalisierung der ehemaligen Postbetriebe als inakzeptablen gesellschaftlichen und sozialen Rückschritt. Seit 1995 wurden bei der Telekom und Post 270.000 Stellen abgebaut. Die verbleibenden Beschäftigten arbeiten unter einem enormen Arbeitsdruck zu abgesenkten Löhnen in der Tretmühle Telekom. Der Stellenabbau und die Löcher in den Sozialkassen müssen durch die Allgemeinheit finanziert werden.

Noch im Jahr 1994 hatte allein die Telekom 120.000 Beschäftigte mehr. Die Postbetriebe waren damals noch die größten Ausbildungsbetriebe der Republik. 5,9 Milliarden DM Überschuss konnten an die Staatskasse abgeführt werden. Heute wandern die Milliardengewinne in die Taschen der Großbanken und Aktionäre.

Der Konkurrenzkampf unter den Anbietern hat zu einem Lohndumping geführt, an dessen unterem Ende inzwischen Armutslöhne von 5 Euro plus/minus pro Stunde stehen. Der Service für die privaten Haushalte hat sich enorm verschlechtert. Weil die privatisierten Betriebe keinen Versorgungsauftrag mehr haben, gibt es eine Unterversorgung in ländlichen Gebieten. Die Telekom z.B. baut das DSL-Netz nur dann aus, wenn die Gemeinden dafür extra bezahlen.

Es ist höchste Zeit, diesen Unsinn zu stoppen und umzukehren.

Die öffentlichen Betriebe müssen dem Gemeinwohl verpflichtet und strikt demokratisch kontrolliert werden, bei Einbeziehung der Kundeninteressen. Produktivitätsfortschritte sollen nicht länger in die Taschen von Aktionären wandern, sondern weitergegeben werden:

- als höhere Löhne und Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich an die Beschäftigten

- als Kostensenkung an die privaten Haushalte, mit Sozialtarifen für sozial Benachteiligte.

DIE LINKE steht deshalb solidarisch an der Seite der Beschäftigten im Kampf für ihre gerechten Forderungen.